Dienstag, 4. Juli 2017

Unser Familienbett- DIY


Da wir im September Nachwuchs erwarten, musste eine Lösung für die Schlafsituation her. Bisher teilte ich mir mit der Tochter ein 1,40m breites Bett und mein Mann schlief extra (Schichtarbeit, unruhiger Schlaf, Raucher- weniger gut fürs Familienbett). Für uns alle war es die optimale Lösung und alle Schlafbedürfnisse wurden in diesem Arrangement erfüllt. Da unsere Tochter viel Platz beim Schlafen braucht und sich gerne mal um 90 oder 180 Grad dreht, war mir klar, dass wir ein breiteres Bett brauchen. Lange hatten wir ein großes selbst gebautes offenes Regal im Wohnzimmer stehen, das mittlerweile recht unordentlich aussah. Die Außenmaße passten und ich beschloss, dass aus dem Regal kurzerhand ein 230x200 Bett werden sollte. Für das Bett musste ich lediglich eine 90 cm breite Matratze kaufen (da bereits eine 140cm breite vorhanden war) und Stoffe bzw Schaumstoff für das gepolsterte Kopf- und Seitenteil. Die wundervolle Idee für das Kopfteil stammt von hier

Kopf- und Seitenteil:

Dafür habe ich Fichtenholzbretter mit einer Stärke von 2cm und Schaumstoff (ebenfalls 2cm) verwendet. Eine geringere Stärke wäre aber auch ausreichend. Verbaut habe ich 16 Stück Holzbretter für das gepolsterte Seitenteil und 18 Stück für das Kopfteil. Die Holzbretter haben die Maße 25 x 30 cm. 



Ich habe 4  Stoffe in Minttönen ausgewählt und damit die Bretter und den Schaumstoff bezogen. Nach dem Zuschneiden der Stoffe und des Schaumstoffes kann es losgehen. Stoff auflegen, Schaumstoff und Holzbrett mittig darauf plazieren und dann den Stoff relativ straff umschlagen und mit einem Tacker hinten am Holzbrett befestigen. Bereits nach 1-2 Brettern hat man den Dreh heraus. Anstelle eines Tackers können auch Hammer und Polsternägel genommen werden.



Nach dem Beziehen der Bretter habe ich diese an einer Wand in der gewünschten Anordnung aufgelegt und mit Hilfe meines Mannes und meiner Tochter mit einem Akkuschrauber miteinander verschraubt. Dazu haben wir Holzleisten und kleine Bretter benutzt (siehe Bilder unten).




Rechts und links haben wir zwei Holzleisten befestigt, die unten über das Kopf- bzw Seitenteil hinausragen. Von hinten konnten wir so das Kopf- und Seitenteil mit dem Bettrahmen verschrauben.


Bettrahmen: 
Der Rahmen für unser Familienbett entstand aus 2cm starken Fichtenholzbrettern der Länge 2m bzw 2,3m (siehe Skizze). Bevor man die Bretter miteinander verschraubt (zb mit Winkeln aus Metall/ Holzverbinder) muss man sicher gehen, dass der Rahmen "im Winkel ist", also alle Ecken im rechten Winkel sind. Dazu misst man am einfachsten die Längen der Diagonalen (also die Strecken AC und BD). Sind diese exakt gleich lang, dann sollte der Rahmen im Winkel sein (Tipp vom Mann).  


Anschließend muss eine Innenkonstruktion her, auf die man die Matratzen auflegen kann. Dafür gibt es unterschiedliche Lösungen. 



Wir haben ein Kantholz in der Mitte befestigt und dann auch an den Außenseiten (in der Skizze strichliert dargestellt). Auf die Kanthölzer kommen dann Querlatten (sollten stabil sein). Alles gut verschrauben und dann können schon die Matratzen aufgelegt werden. 


Hier seht ihr noch einmal unser fertiges Familienbett, das auch ein echtes Familienwerk ist. Das Käferle und ich schlafen jedenfalls herrlich darin....


Verlinkt bei Creadienstag.

Kommentare:

  1. Wirklich der Hammer !
    Ich wünsche viele schöne Stunden darin !
    LG Ellen

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    1. Dankeschön :) Ich hoffe die werden wir haben ;-) Liebe Grüße

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