Sonntag, 19. April 2015

#Babyschlaf - Nonomo und Lolaloo, dann macht das Kind die Äuglein zu?

Martin von Blogstar Eltern und Ulrike von One Year of Sunday haben zur Blogparade #Babyschlaf aufgerufen.
Unser kleines Mädchen ist nun 15 Monate alt geworden - Zeit einen Rückblick auf unsere Nächte zu werfen.
Mittlerweile sehe ich die Thematik mit Gelassenheit, denn ich habe alles probiert und nichts hat wirklich geholfen. Das Käferle schläft eigentlich NIE durch. Sie hat keine längeren Wachphasen mehr, aber mindestens 1-2 Mal in der Nacht muss ich aktiv werden, damit sie weiter schläft. Dann schnappe ich sie, stehe auf und wiege sie wieder in den Schlaf. Die Brust allein (ich stille und familienbette) reicht nicht aus, dass sie wieder in den Schlaf findet und abwarten hat zur Folge, dass sie wach wird. Das habe ich ausprobiert.
Diese kurze Schilderung gilt den guten Nächten, denn es gibt Nächte, in denen ich viel öfter im Einsatz bin.
Zum Glück komme ich auch mit relativ wenig Schlaf aus, wenn es sein muss.
Dass mein Kind zu den "schlechten Schläfern" zählt, habe ich nicht von Anfang an akzeptiert. Ich habe verschiedene Maßnahmen gesetzt, SCHREIEN LASSEN kam nie in Frage und das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" würde bei mir sofort in den Ofen wandern.

Aber von Anfang an...
Das Käferle ist unser einziges Kind und ich habe mir vor ihrer Geburt wenig Gedanken über etwaige Probleme gemacht (sehr naiv). Ein Gitterbett, das als Beistellbett an unser Bett angebracht wurde, sollte der Kleinen zum Schlafen dienen.
Da ich eine unruhige, sich wälzende Schläferin WAR, schien mir das Familienbett keine Option zu sein. Ich hatte die Befürchtung das Baby erdrücken zu können.
Dann kam sie zur Welt und meine Welt stand Kopf. Das Stillen klappte erst nicht, weil sie nicht richtig saugte. Dazu kam der Babyblues und Schlafmangel. Ich schätze es hat so drei Monate gedauert bis sie sich auf einen längeren Nachtschlaf umgestellt hat und ich nachts nicht mehr mit ihr wach sein musste. Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Der Plan mit dem Gitterbett scheiterte kläglich. Unser Käferle beschwerte sich sofort, wenn ich versuchte sie abzulegen. Dass sie direkten Körperkontakt wollte, war mir da leider nicht klar, ich dachte oft, sie hätte Hunger (Stillproblematik). Ganz schlimm war der 2. Lebensmonat, in welchem unsere Tochter wegen einer leichten Hüftdysplasie eine Spreizhose verordnet bekam. Zum Schlafen musste ich sie wegen dem Ding ablegen und das passte ihr gar nicht. Wir waren daher nachts viel wach und es war schwierig sie wieder schlafend ins Bett zu bekommen. Ich war mit meiner Kraft ziemlich am Ende und SEHR müde. Als die Spreizhose nicht mehr notwendig war und das Vollstillen klappte (ca mit 10 Wochen), traf ich eine gute Entscheidung, die uns beiden Schlaf bescherte: Ich ließ meine Kleine auf mir schlafen. Schlagartig besserten sich die Nächte und die Kleine meldete sich nur alle 3-4 Stunden zum Trinken. Etwa einen Monat lang schlief sie auf mir, dann direkt neben mir.
Zum Einschlafen gibt es bei uns ein Ritual plus Einschlafstillen oder Tragen.
Da das Ablegen nie klappte, ich aber am Tag nicht immer mit dem schlafenden Baby im Arm sitzen wollte, habe ich viel recherchiert und ausprobiert.
- Tragetuch: Als sie noch kleiner war, ist sie oft im Tuch eingeschlafen und ich bin weiter marschiert, damit sie nicht aufwacht oder habe sie aus dem Tuch und an die Brust genommen.
- Nonomo- Federwiege: Habe ich einen Monat lang getestet. Sie ließ sich schlafend ablegen. Aber leider war sie immer nach spätestens 20 Minuten wach und verlangte heraus genommen zu werden und ich musste ständig wippen.
- Leiterwagen und Kinderwagen über rumpeligen Untergrund bewegen führt bei uns oft zum Einschlafen, aber nach 20 Minuten muss Mama her. Es gibt übrigens ein Gerät namens Lolaloo, das den Kinderwagen weiter rüttelt...
- Pezi-Ball: In der Nacht habe ich den Peziball manchmal verwendet, um unsere Kleine in den Schlaf zu wippen. Ist aber irgendwie nicht so mein Fall...
Einen nützlichen Tipp zum Ablegen kleinerer Babys habe ich unlängst gelesen: Baby aufs Stillkissen legen (Stillkissen liegt am Schoss der Mutter), einschlafstillen und dann das Baby mit dem Stillkissen ablegen.
- Das Einschlafen beim Autofahren hat die ersten Monate geklappt, dann wurden Autofahrten stark abgelehnt. Wurde unsere Kleine im Auto müde, wurde sie raunzig und begann zu schreien, weil sie an die Brust wollte. Es kam nur selten vor, dass sie beim Autofahren eingeschlafen ist.
Wissenswertes zum Thema Babyschlaf gibt es bei "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" (klick). Der Babyschlaf verläuft in Phasen und die Kleinen überprüfen immer wieder, ob "Alles passt". Dieses Wissen war für mich sehr hilfreich. Bei uns ändert sich das Schlafverhalten immer wieder. Gründe können Entwicklungsschübe oder das Zahnen sein. Ich habe gelernt das Thema gelassen zu sehen und wenn Kinder WIRKLICH müde sind, schlafen sie ja doch...
So anstrengend gemeinsames Schlafen mit dem Kind sein kann, so schön ist es auch. Ich liebe es, meine Tochter neben mir zu spüren und morgens direkt in ihr strahlendes Gesicht zu blicken. Ich glaube durch das Stillen, Tragen und gemeinsame Schlafen, also durch den vielen Körperkontakt, haben wir eine innigere Beziehung.

Ich bin gespannt wie es mit dem Schlaf unserer Kleinen weitergehen wird. Wann wird sie aus dem Familienbett ausziehen? Wann ohne Begleitung einschlafen können? Wann wird sie durchschlafen?

Wie sieht die Schlafsituation bei euch aus? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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