Donnerstag, 2. April 2015

Babys - Ein Dokumentarfilm von Thomas Balmés

Babys ist ein Dokumentarfilm des französischen Regisseurs Thomas Balmés aus dem Jahr 2010.
Den Vorsatz mir den Film endlich einmal anzusehen, hatte ich schon lange. Nun habe ich es geschafft und ich muss sagen es hat sich gelohnt.
Der Film begleitet vier Babys aus vier unterschiedlichen Kulturkreisen von der Geburt bis zu den ersten Schritten.



Ponijao aus Namibia, Mari aus Japan, Bayar aus der Mongolei und Hattie aus den USA sind die vier Protagonisten in dem Dokumentarfilm, der ohne viel Text auskommt und stattdessen die Aufnahmen für sich sprechen lässt. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen und bezaubernde Babyaufnahmen erwarten den Zuschauer.
Hier könnt ihr euch den Trailer zum Film ansehen:


Der Film zeigt ohne zu interpretieren, obwohl natürlich die Auswahl der verwendeten Aufnahmen bereits eine erste Interpretation des Regisseurs ist. Denn er entscheidet, was er zeigen möchte...
Die äußeren Umstände, in denen die Babys heranwachsen, sind sehr unterschiedlich. Großstadtdschungel, freie Natur - Wolkenkratzer, Lehmhütte und Jurte bilden das Zuhause der Kleinkinder. Marie und Hattie wachsen gut behütet in einer materiellen Wohlstandsgesellschaft auf, Ponijao und Bayar hingegen in eher ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande.
Man sieht wie die Babys lernen sich im jeweiligen Umfeld zurechtzufinden und wie sie alle die gleichen Entwicklungsschritte durchlaufen. Sie erobern ihre Welt!
Der Film zeigt den Kontrast der "westlichen" Erziehung zur Lebensweise der Familie in Namibia oder der Mongolei. Dort werden viele Dinge scheinbar lockerer gehandhabt. So wird Bayar nach der Entbindung einfach auf einem Motorrad nach Hause transportiert. Ponijao greift einem Hund einfach ins Maul ohne dass sich jemand daran stört. 
Dies sind extreme Beispiele, die ich nicht nachahmenswert finde, aber etwas mehr Lockerheit würde uns westlichen ratgeberlesenden Mamas sicher nicht schaden :-) 

Was meint ihr?

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